Meine Arbeit dreht sich fast ausschließlich um Existenzgründung und den optimalen Start. Natürlich auch eine solide Fortsetzung durch betriebswirtschaftlich ausgeprägte Unterstützung. Ich schreibe auch häufig Gutachten. Je länger ich mich in diesem Bereich bewege, um so klarer wird mir, dass ich im Voraus selten sagen kann, ob eine Selbstständigkeit gelingt oder eben auch nicht. So häufig sind es persönliche Entwicklungen die zu einem Scheitern führen. Die sind eingangs oft nicht absehbar. Wer will prognostizieren, ob eine Selbstständigkeit klappt oder nicht? Wer will Gründern unterstellen, dass sie nicht in der Lage sind, aus Fehlern zu lernen und steuernd einzugreifen?
Die Behörden machen das m.E. immer häufiger. Da wird vom Sachbearbeiter entschieden, ob eine Idee Aussicht auf Erfolg hat oder nicht. Die Begründungen sind manchmal haarsträubend. Z.B. zu viel Wettbewerb. Wenn das bei meiner Gründung 2003/2004 schon so gewesen wäre, hätte ich mich nie selbstständig machen dürfen. Zu viele Wettbewerber. Aber das ist doch auch gerade ein Zeichen dafür, dass es eine Nachfrage gibt, oder? Und hier heisst es einfach, seine Nische zu finden und sein eigenes Profil zu entwickeln, oder? Mich machen solche pauschalen Vorverurteilungen wütend.
Viele Grüße, S.D.
Hier geht es um Geld. Für Gründer, für Gründungen, für Wachstum, neue Projekte. Infos für Euch und Fragen an uns. Wir freuen uns drauf.
Freitag, 24. Juni 2011
Dienstag, 7. Juni 2011
Gründungszuschuss? Ab 1.11.2011 wird es schwerer!
Großer Frust macht sich bei den Experten aus der Gründerszene breit. Die gute Frau von der Leyen ist der Auffassung, man könne bei den Gründungen aus der Arbeitslosigkeit deutlich einsparen. Und das kommt früher und härter als erwartet. Wie auf der Seite von www.gruendungszuschuss.de nachzulesen, ist der derzeitige Stand, dass 150 Tage Restanspruch ALG I notwendig sein werden (anstatt 90 Tage) und von einer Mittelkürzung von 74% ist derzeit die Rede. Da kann man nur sagen: wer sowieso vor hat, sich selbstständig zu machen, sollte das vor dem 1.11. machen, danach wird es deutlich ungünstiger.
So viel zum Innovations- und Gründerland Deutschland. Man muss sich einfach fragen, ob hier nicht das falsche Ministerium am Hebel sitzt. Die Förderung von Selbstständigkeit gehört in erster Linie in die Verantwortung des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie. Erst in zweiter Linie, durch Schaffung von Arbeitsplätzen, in den Bereich Arbeit und Soziales. Ein gutes Instrument wird auf ein Minimum heruntergeschraubt, nur weil der Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit vergeben wird. Hier muss ein Zuständigkeitenwechsel her!
S. Drechsler
So viel zum Innovations- und Gründerland Deutschland. Man muss sich einfach fragen, ob hier nicht das falsche Ministerium am Hebel sitzt. Die Förderung von Selbstständigkeit gehört in erster Linie in die Verantwortung des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie. Erst in zweiter Linie, durch Schaffung von Arbeitsplätzen, in den Bereich Arbeit und Soziales. Ein gutes Instrument wird auf ein Minimum heruntergeschraubt, nur weil der Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit vergeben wird. Hier muss ein Zuständigkeitenwechsel her!
S. Drechsler
Montag, 16. Mai 2011
Vereinfachung bei den elektronischen Rechnungen
Jetzt ist es endlich so weit, ab dem 1. Juli 2011 soll es einfacher werden. Signatur hin oder her, für die meisten kleinen Unternehmen war es sehr umständlich, ihre Rechnungen zu drucken und postalisch zu versenden. Porto und Papier, Farbe ergeben Kosten und belasten natürlich auch die Umwelt. Viel bequemer und praktischer ist es, die Rechnungen online zu versenden. Das war jedoch bisher ohne Gefährdung des Vorsteuerabzuges beim Empfänger bei einer Versendung ohne Signatur so gar nicht möglich.
Das wird jetzt einfacher. das Bundesministerium der Finanzen hat dazu einen Frage-Antwort-Katalog veröffentlicht: hier klicken.
Das freut uns doch sehr.
Drechsler Unternehmensberatung
Das wird jetzt einfacher. das Bundesministerium der Finanzen hat dazu einen Frage-Antwort-Katalog veröffentlicht: hier klicken.
Das freut uns doch sehr.
Drechsler Unternehmensberatung
Mittwoch, 6. April 2011
Jetzt viel unkomplizierter: Gründercoaching Deutschland der KfW
Nun sind die Richtlinien raus und es können Mittel nach dem neuen Verfahren beantragt werden.
Für die Ablaufdokumentation der KfW hier klicken.
Für den Antrag hier klicken.
Die Richtlinien dazu finden Sie hier für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (Zuschuss 90%) und hier für die übrigen Gründungen (Zuschuss 50%).
Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie an unter 0231/3960399 oder schreiben mir an sd@s-drechsler.de.
Nutzen Sie die Mittel, noch haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf Gründungszuschuss. Ab dem 1.4.2012 wird der Rechtsanspruch durch einen Ermessensentscheid ersetzt und ohne Gründungszuschuss keine Mittel für das Gründercoaching!
Viele Grüße
Sabine Drechsler
KfW Berater-ID 5671
Für die Ablaufdokumentation der KfW hier klicken.
Für den Antrag hier klicken.
Die Richtlinien dazu finden Sie hier für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (Zuschuss 90%) und hier für die übrigen Gründungen (Zuschuss 50%).
Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie an unter 0231/3960399 oder schreiben mir an sd@s-drechsler.de.
Nutzen Sie die Mittel, noch haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf Gründungszuschuss. Ab dem 1.4.2012 wird der Rechtsanspruch durch einen Ermessensentscheid ersetzt und ohne Gründungszuschuss keine Mittel für das Gründercoaching!
Viele Grüße
Sabine Drechsler
KfW Berater-ID 5671
Freitag, 25. März 2011
Die 10 häufigsten Fehler bei der Gründung
Jahrelange Beobachtungen in der Wirtschaft zeigen folgende Kardinalfehler:
1. Zu früher Gründungszeitpunkt
Es wird oft zu früh gegründet. Bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit wird von Seiten der öffentlichen Stellen manchmal der Vorgang schädlich beschleunigt. Gründungen, die von Unternehmensberatern begleitet werden, die sich über das sogenannte „KfW-Gründercoaching“ finanzieren, werden häufig zu sehr vorangetrieben. Da Abrechnungen erst nach Gründung erfolgen können, ist das Motiv des U-Beraters bisweilen der Eigennutz, der über das Kundeninteresse gestellt wird.
Da im Durchschnitt mit einer Vorlaufphase von ca. ½ Jahr zu rechnen ist, spricht jedoch nichts dagegen, zuerst nebenberuflich anzufangen und erst in die Vollgründung zu gehen, wenn die ersten Umsätze getätigt werden. Unter Berücksichtigung der Schädlichkeitsgrenzen ist diese Methode häufig sinnvoller. Ebenfalls kann ein zu früher Gründungszeitpunkt dazu führen, dass bestimmte Förderungen nicht mehr möglich sind. Erst wenn diese komplett geprüft sind und ggf. ein erstes Bankgespräch stattgefunden hat, sollte die Gründung stattfinden.
2. Fehlende Finanzierung
Eine fehlende Finanzierung verurteilt häufig die Umsetzung der Geschäftsidee zum Scheitern. Bei der Beschaffung von Fremdkapital wird eine ganze Reihe von Fehlern gemacht. Als typisch wären zu nennen:
- Wahl des falschen/wenig aussichtsreichen Kreditinstituts bzw. Kapitalgebers
- schlechte Vorbereitung
- falsche Ansprechpartner (z. B. Überspringen von Hierarchien)
3. Ursachen in der/den Gründerpersonen
Hier gibt es ebenfalls eine Reihe von Möglichkeiten, die zu einem ungünstigen Ergebnis führen. Beispielhaft zu nennen wäre:
- Selbstüberschätzung: wer glaubt alles zu wissen und alles zu können, nimmt sich selbst die Chance, dazu zu lernen.
- Gegenteil -> fehlendes Selbstwertgefühl: ein gesundes Selbstbewusstsein und eine grundoptimistische Einstellung stärken die Motivation und das Durchhaltevermögen. Beides ist notwendig, wenn es mal zu Misserfolgen kommt.
- Teamfähigkeit/Kooperationsbereitschaft: man agiert zwar selbstverantwortlich, was nicht heissen soll, dass Kooperationen nicht sinnvoll sein können. Einzelkämpfernaturen haben schlechtere Chancen als Teamworker.
4. Ursachen im privaten Umfeld der/des Gründer/s
Nicht zu unterschätzen ist das private Umfeld. Wenn der Partner bzw. die Familie nicht mitzieht, sind die Chancen für eine Umsetzung erheblich geringer. Die Familie und auch der Freundeskreis haben bei der Umsetzung einer Geschäftsidee mit Einbußen zu rechnen. Sei es in finanzieller Hinsicht, sei es im Freizeitbereich. Dies wird häufig unterschätzt und der Druck auf den Gründer nimmt zu. Hier gilt es, mit den betroffenen Personen offene Gespräche zu führen und auch auf die Nachteile der Selbständigkeit – insbesondere in der Anfangsphase – hinzuweisen.
5. Ursachen im Management – das Dreigestirn
Häufig werden die Säulen eines Unternehmens nicht richtig eingeschätzt bzw. falsch gewichtet. Die Funktionen
I. Produkt/Dienstleistungs- Know-how
II. Vertrieb/Akquisition/Marketing
III. kaufmännischer Bereich
sind gleichermaßen zu bewerten und zu besetzen. Zeitweiliges Outsourcen kann sinnvoll sein. Alles in einer Person abzudecken funktioniert auf die Dauer in der Regel nicht.
6. Unzureichende Kommunikation
Ebenfalls häufig im Management, jedoch auch im ganzen Unternehmen zwischen den Hierarchien anzutreffen ist eine ungenügende Kommunikation. Viele Gründungen scheitern im Ansatz, weil nicht dafür gesorgt wurde, dass alle Gründer des Teams zu jeder Zeit im Boot sind. Ständige Kommunikation ist notwendig, wenn aus der Idee ein Geschäft werden soll.
7. Profilneurosen
Wer seinen eigenen Status über die Sache stellt, verschwendet Ressourcen. Ein häufiger Fehler, gerade im Management, ist, dass dem Schein mehr Bedeutung als dem Sein zugesprochen wird. Wer sich zu wichtig nimmt und dabei Sache und Ziel aus den Augen verliert, hat schlechtere Chancen. Zwar gehört Klappern zum Handwerk, es darf jedoch nicht im Vordergrund stehen.
8. Falsche Prioritäten
Wichtig ist es, sich immer wieder die Prioritäten vor Augen zu halten. An erster Stelle sollte die Existenzsicherung stehen. Das heißt, es ist jederzeit für ausreichende Liquidität zu sorgen. Wer nur arbeitet, aber nie abrechnet, ist zwar fleißig aber bald insolvent.
9. Fehlerhaftes Controlling bzw. Selbstüberprüfung
Unter Controlling ist nicht nur ein Zahlenwerk zu verstehen. Controlling heisst Steuerung. Die Grundschritte sind:
Ziel setzen – Meilensteine planen – Umsetzung planen – agieren – laufende Kontrolle, ob die geplanten Schritte auch erreicht wurden und ggf. nachbessern.
Häufig werden Ziele nicht klar ausformuliert, zu viel geplant, zu wenig umgesetzt und am Ende wundert man sich, dass man ganz woanders gelandet ist als angenommen.
10. Kundeninteresse – falsche Markteinschätzung
Ein weiterer Grund für ein Scheitern kann sein, dass man selbst zwar von seiner Idee überzeugt ist und diese sich vielleicht spontan nicht schlecht anhört, jedoch völlig am Kundennutzen und -wunsch vorbeigeht. Grundsatzfragen sollten immer sein:
- Braucht und/oder wünscht der Kunde mein Produkt bzw. meine Dienstleistung?
- Ist mein Kunde bereit dafür auch Geld in die Hand zu nehmen?
Punkt 1 ist vielleicht noch zutreffend. Punkt 2 wird oft vergessen. Es gibt viele geniale Ideen, aber lassen sie sich wirklich auch verkaufen? Wenn diese Punkte von vorn herein kritisch hinterfragt werden, erhöhen sich die Chancen des Gründers erheblich.
25.03.2011, S. Drechsler
Drechsler Unternehmensberatung
Samstag, 19. März 2011
Gründercoaching Deutschland der KfW endlich einfacher
Endlich ist es soweit, das Verfahren bei der Fördermittelvergabe "Gründercoaching Deutschland der KfW" wird ab dem 1.4.2011 wesentlich vereinfacht. Das wurde auch an der Zeit. Die einzelnen Bearbeitungszeiten bei der KfW sorgten dafür, das entweder der Gründer bzw. die Gründerin oder auch die Beraterseite sehr sehr lange auf den Zuschuss warten mußte.
Dabei war alles gut gemeint. Es sollten ordnungsgemäße Beraterverträge gemacht werden, diese wurden auch geprüft. Es wurden anspruchsvolle Beratungsberichte erwartet, auch das ist sinnvoll. Nur diese alle zu lesen und zu prüfen hat die Kapazitäten der KfW offensichtlich gesprengt. An den Vorschriften ändert sich ab April nichts, auch Vertrag und Bericht müssen immer noch erstellt und verfügbar gehalten werden zu Prüfzwecken. Die Prüfung und Miteinreichung ist jedoch kein Bestandteil des Antrag- und Abrufverfahrens. So sollte es unkomplizierter und schneller gehen.
Neben weiteren kleinen Veränderungen sehen die Richtlinien ab dem 1.4. vor:
- keine Einreichung und Prüfung der Verträge mehr
- keine Einreichung und Prüfung des Beratungsberichtes mehr
Bereits bei der Antragstellung wird das Volumen und der gewählte Berater festgelegt. In der Regel steht das ja zu diesem Zeitpunkt sowieso bereits fest. So wie die Richtlinien freigegeben sind, werden sie zur Verfügung gestellt.
Herzliche Grüße
Drechsler Unternehmensberatung
Dabei war alles gut gemeint. Es sollten ordnungsgemäße Beraterverträge gemacht werden, diese wurden auch geprüft. Es wurden anspruchsvolle Beratungsberichte erwartet, auch das ist sinnvoll. Nur diese alle zu lesen und zu prüfen hat die Kapazitäten der KfW offensichtlich gesprengt. An den Vorschriften ändert sich ab April nichts, auch Vertrag und Bericht müssen immer noch erstellt und verfügbar gehalten werden zu Prüfzwecken. Die Prüfung und Miteinreichung ist jedoch kein Bestandteil des Antrag- und Abrufverfahrens. So sollte es unkomplizierter und schneller gehen.
Neben weiteren kleinen Veränderungen sehen die Richtlinien ab dem 1.4. vor:
- keine Einreichung und Prüfung der Verträge mehr
- keine Einreichung und Prüfung des Beratungsberichtes mehr
Bereits bei der Antragstellung wird das Volumen und der gewählte Berater festgelegt. In der Regel steht das ja zu diesem Zeitpunkt sowieso bereits fest. So wie die Richtlinien freigegeben sind, werden sie zur Verfügung gestellt.
Herzliche Grüße
Drechsler Unternehmensberatung
Freitag, 7. Januar 2011
Dioxin-Eier und die deutsche Wirtschaft
Was haben die Dioxin-Eier mit der deutschen Wirtschaft zu tun? Auf dem ersten Blick nicht viel.
Betrachten wir die Verkettung etwas genauer. Wie es dazu kam, wird noch geklärt. Fakt ist, es gab Lücken im Kontrollsystem. Warum sind diese Kontrollen notwendig? Sind die Hersteller kriminell? Ich denke eher nicht. Hier weiss nur das Ende der Kette nicht, was der Anfang gemacht hat. Die Massenproduktion, Aufteilung auf selbstständige, unabhängige Einheiten und Anonymisierung des Vorgangs führt dazu, solche Kontrollen lückenlos notwendig zu machen.
Anders wäre es sicher, wenn wir unsere Eier anstatt aus dem Supermarktregal noch vom Bauern holen würden. Dem schauen wir in die Augen, vielleicht sogar ab und zu in den Stall. Der Bauer wiederum produziert sein Tierfutter vielleicht selbst und weiss, was seine Tiere fressen. Es wird weniger produziert, es wird teurer aber wahrscheinlich auch besser. Und vor allem: gesünder! Von einem "tierwürdigen" Umfeld bei der Eiererzeugung wollen wir ganz schweigen.
Das erinnert mich, ehrlich gesagt, auch an die Börse. An große Kapitalgesellschaften. Es zählt die Rendite, gut, wenn Personalentlassungen diese steigen lassen. So wunderbar anonym.
Es kann doch nicht nur um den höchstmöglichen Gewinn, den niedrigsten Preis gehen, oder? Wir tragen doch mit unserer Wahl eines Produktes egal ob Ei oder Aktie auch Mitverantwortung an dem Prozess, oder etwa nicht? Wir werden die Prozesse nicht von heute auf morgen zurück drehen können. Das ist illusorisch. Wir können aber bewusster mit unserer "Macht" und unserer "Verantwortung" umgehen. Nicht die anderen sind die Bösen. Wir sollten aufmerksamer sein.
7. Januar 2011
S. Drechsler
Drechsler Unternehmensberatung
Betrachten wir die Verkettung etwas genauer. Wie es dazu kam, wird noch geklärt. Fakt ist, es gab Lücken im Kontrollsystem. Warum sind diese Kontrollen notwendig? Sind die Hersteller kriminell? Ich denke eher nicht. Hier weiss nur das Ende der Kette nicht, was der Anfang gemacht hat. Die Massenproduktion, Aufteilung auf selbstständige, unabhängige Einheiten und Anonymisierung des Vorgangs führt dazu, solche Kontrollen lückenlos notwendig zu machen.
Anders wäre es sicher, wenn wir unsere Eier anstatt aus dem Supermarktregal noch vom Bauern holen würden. Dem schauen wir in die Augen, vielleicht sogar ab und zu in den Stall. Der Bauer wiederum produziert sein Tierfutter vielleicht selbst und weiss, was seine Tiere fressen. Es wird weniger produziert, es wird teurer aber wahrscheinlich auch besser. Und vor allem: gesünder! Von einem "tierwürdigen" Umfeld bei der Eiererzeugung wollen wir ganz schweigen.
Das erinnert mich, ehrlich gesagt, auch an die Börse. An große Kapitalgesellschaften. Es zählt die Rendite, gut, wenn Personalentlassungen diese steigen lassen. So wunderbar anonym.
Es kann doch nicht nur um den höchstmöglichen Gewinn, den niedrigsten Preis gehen, oder? Wir tragen doch mit unserer Wahl eines Produktes egal ob Ei oder Aktie auch Mitverantwortung an dem Prozess, oder etwa nicht? Wir werden die Prozesse nicht von heute auf morgen zurück drehen können. Das ist illusorisch. Wir können aber bewusster mit unserer "Macht" und unserer "Verantwortung" umgehen. Nicht die anderen sind die Bösen. Wir sollten aufmerksamer sein.
7. Januar 2011
S. Drechsler
Drechsler Unternehmensberatung